ARBEITSWEISEN
Improvisation
Stückentwicklung von Anfang an. Es wird dank Assoziationsketten die Fantasie angeregt und eine Möglichkeit gezeigt, mit der man sich nicht im Vorhinein eine komplette Geschiche ausdenken muss, sondern durch gegenseitiges Zuhören sich Bälle zuwerfen kann und die Handlung in jede Richtung lenken kann.
Angefangen, bei einfachen Wörten, Sätzen, bis hin zu kurzen Monologen und kleineren Szenen.
Wenn dann im Laufe des Probenprozesses die Figuren klar sind, lässt man sie sich begegnen und die Geschichte entsteht von allein.
Figurenentwicklung
Bei der Figurenentwicklung gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten:
Körperlicher Zugang
Der Körper kann maßgeblich zur Entwicklung einer Figur sein. Wie schnell sie geht, wo ihr Körperzentrum liegt(Nase, Brust, Becken), wie es ausgerichtet ist(nach außen, oder nach innen) kann entscheident für die Findung einer Figur sein.
Was ist die Körpersprache von Hoch- und Tiefstatus? Jamal Braun arbeitet unter anderem mit den Mitteln des Maskenspiels, um dabei zu helfen, den "Körper" einer Figur zu finden. Wie findet man einen Körpergestus, der bedarfsweise stumm, sprechbegleitend, überbordend oder reduziert ist?
Durch die Maske gibt es keine Möglichkeit, mit der Mimik Gefühle auszudrücken. Das zwingt den Körper groß und expressiv zu spielen.
Der körperliche Zugang dient nicht nur zur Unterstützung des Schauspielers, sondern sorgt auch für Klarheit beim Publikum. Dadurch lässt sich eine Figur in jeder Sprache erkennen.
Mit krummen Rücken und böser Lache wird niemand denken, dass da Schneewittchen auf der Bühne steht.
Mentaler Zugang
Der Mentale Zugang besteht vor allem aus Imagination.
Dabei ist es wichtig, dass die Schauspieler nicht zwingend in Ihr tiefstes Inneres vordringen müssen. Eine vergleichbare Sitiuation, oder Bild, dass ein Gefühl auslöst, kann dabei auch durchaus hilfreich sein. Der mentale Zugang hilft den Schauspielern in sowohl bei bei Improvisationen, sowie später bei den Aufführungen, in der Rolle zu reagieren, falls etwas schief geht.
Bühnenkampf
Theater spielen? Schön und gut, doch ein bisschen Action ab und zu kann dabei nicht schaden!
Kämpfen kann durchaus Spaß machen, wenn man dem Partner nicht wirklich verletzt.
Dafür werden in einem professionellen Training die Bausteine fpr den Bühnenkampf vorbereitet und zu einer imposanten Choreographie zusammengesetzt.
Die Illuison Kampf muss nicht nur dramatisch, nein sie kann auch durchaus komisch sein und sich durch alle Genres ziehen(Komödie, Drama, Slapstick, Tragödie)
In einem Wechselspiel von Opfer und Täter(jeder darf mal ran) werden kleine Szenen mit Bühnenkampfelementen entwickelt.
Vorkenntnisse: Nicht erforderlich!
Neugier und Bereitschaft, sich körperlich auszuprobieren: Unbedingt erwünscht!
Falltraining – Stürzen vom Stuhl – Faustschlag – Bauchschlag – Bühnenohrfeige – Konfliktaufbau – Längerer Schlagabtausch mit wechselnder Überlegenheit – Schmerzreaktionen – Bühnenkampf!
Commedia dell'arte
Die Commedia dell’arte ist eine Theaterform, die eine große Vielfalt an Schauspieltechniken bietet, die uns dabei helfen, unseren Körper besser als Spielinstrument nutzen zu können. Oft werden dabei Masken verwendet, um den körperlichen Ausdruck besser betonen zu können. Aber jeder Figur innerhalb der Commedia dell'arte hat ihre eigene Körperlichkeit, sodass diese so oder so erkennbar wird. Dazu helfen uns feste Typen wie z.b. Arlecchino, Pantalone, Capitano etc.
Wir arbeiten mit den Grundlagen der Commedia dell'arte, welche u.a. Improvisation, Maskenspiel, Akrobatik, Stimm- und Körperarbeit, sowie Bühnen- und Schwertkampf sind.
Auch werden viele unserer Stücke von der Dramaturgie der Commedia beeinflusst.